Ein Axiom ist in der Mathematik ein unbewiesener Anfangssatz: Es ist
. In der Physik sieht das etwas anders aus.
Da ist ein Axiom nicht mehr als eine These, die schlicht noch nicht widerlegt wurde. Kann man so machen. Gerade
vor dem Hintergrund von Gödels Unvollständigkeitssatz der letztlich beweist, daß wir nicht alles wissen können, macht das
erstmal auch Sinn.
Andererseits forscht die Menschheit seit wievielen Jahren in der Quantenp9hysik? Wieviele Theorien gibt es nur
allein zur dunklen Energie
? Warum kann sich die aktuelle Forschung nicht auf eine Hubble-Konstante einigen?
Für meinen Geschmack ist an der Forschung nichts falsch. Aber sehr wohl am theoretisch-philosophischen Unterbau!
Es wurde mal postuliert, daß eine Theorie dann richtig ist, wenn sie sich einfach darstellen läßt. Für mich der falsche Ansatz. Wir haben nur unsere Vorstellungskraft. Alles was außerhalb dessen liegt, ist für uns nicht faßbar. Wir können einfach nicht sagen, ob unser Denken richtig oder falsch ist. Nach meiner Ansicht gilt eher: Eine Theorie kann nur dann richtig sein, wenn wir sie verstehen können. Und mit Verstehen meine ich gewiß nicht der Physik ein mathematisches Korsett überzustülpen und zu meinen, daran könne man Erkenntnis knüpfen.
Wo fange ich also an? Wir sind Menschen. Uns sind Raum und Zeit als abstrakte Konzepte mitgegeben. Wir erleben den dreidimensionalen Raum und fortschreitende Zeit. Beides ist unerklärbar einfach da. In der Physik sieht das anders aus! Wegen v=ds/dt kann Raum nur existieren, weil die Zeit fortschreitet und sich etwas bewegt. Man muß die Gleichung nur umstellen, dann sieht man es. Als Definition ist das nicht falsch. Aber es ist als Ansatz die Welt verstehen zu wollen falsch. Hier kommen also damit die ersten beiden Axiome:
Der Gedankengang im letzten Abschnitt, daß kein Raum existierem wenn keine Zeit vergeht, war etwas weit hergeholt. Aber damit kann der Übergang zu dem was wir Raum oder Zeit nennen vollzogen werden. Alles was wir von unserer Umwelt wahrnehmen ist subjektiv. Um es für alle vergleichbar zu machen benötigen wir Maße. D.h. wir vergleichen etwas mit einer Sache, die immer die gleichen Eigenschaften aufweist. Egal wer diese Sache - die Referenz - nutzt.
Um Eigenschaften beliebiger Größe messen zu können macht es Sinn, die Referenz möglichst klein zu machen. Im Alltag verweden wir beispielsweise Meter, aber unterteilen es immer in Millimeter. Mindestens... Gleiches gilt für die Zeit. Eine Cäsiumuhr mißt als kleinste Einheit den 9.192.631.770sten Teil einer Sekunde. Beides, die Sekunde und das Meter, sind Definitionen. Menschen haben festgelegt, daß dies die Referenzen sind.
Hier schließt sich der Bogen. Raum und Zeit sind einfach da. Wir können nichts damit anfangen. Aber auf Grund unserer definierten Referenzen können wir beliebige Teile davon vermessen. Das kann in zwei Richtungen geschehen: Entweder wir definieren ein Teilstück zu einer Kopie userer Referenz. Man nennt das eichen. Oder wir müssen ein beliebig großes Teilstück davon vermessen. Um das zu bewerkstelligen ist es sinnvoll wenn unsere Referenz möglichst klein ist. Je kleiner die Referenz, umso besser die Annäherung an die Realität.
Mur eines darf niemals vergessen werden: Wir definieren die Referenz. Wir geben der Realität Form und Maß. Anzunehmen, daß sich die Realität dem einfach beugt oder unsere Referenzen das Maß der Dinge wären, ist Unsinn.